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Brandschutzmaßnahmen in historischen Bauten sind, auf Grund der Verschiedenheit der betroffenen Bauten, eine Herausforderung für alle Brandschutzplaner. Zudem liegt aber die vollständige Erhaltung und Nutzung der Bausubstanz solcher Bauten im öffentlichen Interesse, was den bestmöglichen Schutz dieser Bauten zwingend notwendig macht.

Spezielle Risiken bergen insbesondere der sehr alte historische Dachstuhl und andere Holzbauteile. Die räumliche Ausdehnung des meist sehr hohen Dachgebälks, offene Verbindungen mit darunterliegenden Geschoßen und angrenzenden Gebäudeteilen, nicht zugängliche Hohlräume und die historischen Holzbaustoffe, jahrhundertealt und trocken, sind problematisch.

Die Gebäude mit Türmen und hohen Holzdachstühlen sind für die Feuerwehr auf Grund der großen Höhe mit den üblichen Gerätschaften nur sehr schwer zu erreichen. Innenstadtlagen mit schmalen und beengten Grundstücken und Zugängen erschweren den Einsatz zudem.

Trotzdem sind zahlreiche Maßnahmen gegen das vorherrschende erhöhte Brandrisiko einsetzbar. Die Brennbarkeit des Holzdachstuhls wird durch Brandschutzanstriche auf ein Minimum reduziert. Eine Brandmeldeanlage mit Rauchmeldern und direkter Alarmierung der Feuerwehr sorgt für die Brandfrüherkennung. Alte Verkabelungen können mit speziellen linienförmigen Wärmemeldern überwacht werden. Die Abtrennung des Dachraumes zum Kirchenraum mit einer Stahlbetondecke gegen Brandbelastung und Trümmerlast des Dachstuhls, Feuerschutztüren zu angrenzenden Gebäudeteilen und Brandschutzvorhänge bei Freitreppen dämmen die Brandausbreitung ein. Löschhilfen werden durch Trockensteigleitungen bis zum Dachstuhl und tragbare Feuerlöscher realisiert.

 

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