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Teil 1 der Reihe zum Thema "Prüfingenieur" beschäftigt sich mit dem Umfang des Ingenieurbefundes sowie der Fertigstellungsanzeige.

Prüfumfang des Ingenieurbefunds: Prüfumfang sowie Prüftiefe des Ingenieurbefunds sind im Leitfaden zur OIB Richtlinie 1 und in der ÖNORM B 1998-3 (insb. Anhang B)  geregelt. Auf alle Fälle zu behandeln sind die vom jeweiligen Bauvorhaben betroffenen Bauwerksteile. Die erforderlichen Maßnahmen können, je nach Projektumfang, von Decken- und Mauerwerksgutachten über Begehungen vor Ort bis hin zu statischen Berechnungen reichen.

Fertigstellungsanzeige: Durch die Fertigstellungsanzeige bestätigt der Ziviltechniker die bewilligungsgemäße und den Bauvorschriften entsprechende Ausführung eines Bauvorhabens. Die Bauvorschriften beinhalten die jeweils gültige Bauordnung sowie OIB-Richtlinien und ÖNORMEN (als Stand der Technik).

Für die Frage, wann ein Maß in der Natur noch als bauordnungskonform, bzw. plangemäß bezeichnet werden kann, können dem Stand der Technik entsprechende Regelwerke für die Toleranzen angewendet werden. Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Toleranzen immer nur die zulässigen Abweichungen bei der Ausführung behandeln. Für das Planmaß gibt es hinsichtlich der Bauvorschriften keine Toleranzen, d.h. Planungsfehler können nicht mit Toleranzen aufgefangen werden. Ebenso sind die Planmaße die Fertigmaße der Bauteile, d.h. alle Bauteilschichten sind darin zu berücksichtigen. Spachtelungen, Beläge, etc. können nicht in die Toleranzen eingerechnet werden. (vgl. Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Wien, Niederösterreich und Burgenland: Erläuterung des Leistungsbildes des Prüfingenieurs gemäß Bauordnung für Wien. 15.10.2014)

 

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