Dem Wasserturm Floridsdorf (errichtet 1903-1905, Firma Clayton & Shuttleworth, Architekten Wilhelm Schimitzek und Franz Anderle), einem Industriedenkmal dessen kunsthistorischer Stellenwert durch die erste Adaptierung secessionistischer Formensprache im Industriebau Wiens definiert ist, wird durch eine Umnutzung mit angeschlossenem Zubau, neues Leben eingehaucht. Die gesamte Baulichkeit soll zukünftig der repräsentative, neue Firmensitz einer Ziviltechnikergesellschaft werden.

Der Entwurf zeigt einen nach außen abgeschlossenen zweigeschoßigen massiven Flachbau. Jener umschließt auf drei Seiten den bestehenden Wasserturm und öffnet sich in einem Atrium ähnlichen begrünten Innenhof. Der Innenhof bildet für die Betriebsangehörigen einen Rückzugsort im sonst hektischen Industriegebiet.

Die zeitgemäße und barrierefreie Erschließung des 31m hohen Ziegelturms wird durch einen nebenstehenden Treppenturm inkl. Aufzugsschacht in minimalistischer Stahlbauweise umgesetzt. Durch eine angedachte anthrazitfarbene Gestaltung stellt er einen modernen Kontrapunkt im Sinne der Dualität zum historischen Sichtziegelbau dar.

Das Gestaltungskonzept sieht vor, dass die Baukörper des Flachbaus und des Erschließungsturms durch eine organisch gespannte Gewebenetzhülle miteinander verschmelzen und sich gleichzeitig vom Ziegelbau abheben resp. dessen Subjetivität stützen.

Einen identitätsstiftenden, vertikalen Abschluss soll ein Glaskubus auf dem historischen Turm bilden. Dieser symbolisiert als Landmark die geschichtsträchtige Stellung der ursprünglichen Fabrikanlage für den gesamten ehemaligen Industriebezirk Floridsdorf.

 

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