Statik

Statik

Aufgrund der zunehmend komplexen Tragwerke und auf die jeweilige Nutzung angepassten Grundrisse und Geometrie, ist es unabdingbar, exakte dreidimensionale statische Modelle zur Analyse des Kraftflusses und der Verformungen von Tragwerken zu generieren.

Die Betrachtung eines gesamtheitlichen Systems in Zusammenhang mit den unterschiedlichen Disziplinen ist ein tägliches Muss für die Bearbeitung unserer Projekte.

Dies ermöglicht uns eine ständige Kontrolle aller Parameter und ein effizientes und wirtschaftliches Tragwerk zu gestalten.

 

 

Ingenieurbefund

Eine dokumentierte Erhebung des „IST- Gebäudezustandes“, unter Berücksichtigung aller für die Standsicherheit relevanten Bauteile.

Mit dem Ingenieurbefund ist grundsätzlich auf folgende Bauteile einzugehen bzw. sind deren Zustände zu beschreiben:

  • Fundierung (Schürfe in ausreichender Anzahl, Einbindetiefe der Fundamente)
  • Mauerwerk (Mörtelgutachten durch eine akkreditierte Prüfanstalt)
  • Mittelmauer – Kamingruppen – Kaminmauerwerk im DG (v. a. in Hinblick auf die vertikale Lastableitung unter Berücksichtigung der Kamine, Kamingruppen, Kaminverzüge, Rauchkammern, Türöffnungen)
  • Aussteifungssituation (Zwischenwände, Auswechslungen, Verschließungen)
  • Querschnittsschwächungen (z. B. infolge von Leitungsführungen, Installationen, etc.)
  • Decken (Zustand, Konstruktion)
  • Dachstuhl und Gesimse (nur soweit diese erhalten bleiben sollen)

Der Ingenieurbefund hat jedenfalls eine schematisch-konstruktive Darstellung und oder Beschreibung des Bestandes (insbesondere in Bezug auf die verwendeten Materialien) sowie eine zusammenfassende gutachterliche Feststellung zu beinhalten, ob das Gebäude in einem gebrauchstauglichen Zustand ist, und ob die maßgeblichen Bauteile (Träger, Wände, Stützen) tragsicher sind.

Kapazitätsnachweis der Bestandsstruktur

Einen Kapazitätsnachweis erstellen wir begleitend zur Einreichstatik, um festzustellen, ob durch die Mehrbelastung des Hauses, etwa durch einen Dachgeschoß-Ausbau, eine Verschlechterung des Sicherheitsniveaus des schwächsten Bauteiles erfolgt.

  • 3-D-Modelling des Hauses mit einem Finite Elemente-Programm, einmal im Originalzustand und einmal samt den geplanten Veränderungen.
  • Nachweis des Sicherheitsniveaus über die Analyse der Tragfähigkeit der Querwände, da diese den unteren Grenzwert der Tragfähigkeit darstellen. Unser Aufwand ist hier vor allem von der Grundrissgeometrie abhängig (Mittelhaus, Eckhaus, Hofhaus etc.).

Risikoanalyse

Mit einer Risikoanalyse lassen sich die maßgebenden Risikoursachen/ Gefährdungsszenarien für ein Gebäude ermitteln und Versagensrisiken bewerten.

Dies gründet auf der sog. „Differenzierung der Zuverlässigkeit“; jene definiert sich gem. EN 1990 Abs. 1.5.2.18 als eine (volks-)wirtschaftliche Optimierungsmaßnahme der eingesetzten Mittel unter Berücksichtigung der Schadensfolge und Baukosten.

Diese Klassifizierung ist wichtig, um Verstärkungsmaßnahmen sinnvoll einzusetzen und eine Aussage über die erforderliche Beiziehung eines Prüfstatikers zu treffen.

Bei einer Risikoanalyse bedient man sich qualitativer wie auch quantitativer Betrachtungen, man bestimmt ein „gewisses zumutbares Risiko“ als akzeptabel und fixiert Schutz.

Beurteilung der Erdbebeneinwirkung

Wir schätzen die Erdbebeneinwirkung auf Tragwerke gemäß der Parameter Bedeutungskategorie (Wohnbau, öffentliche Gebäude), Seismizität, Baugrundklasse, Höhe und Maße des Gebäudes ein.

Konstruktionsentwurf bis Einreichplanung

Wir erarbeiten Tragwerkslösungen bis zum konstruktiven Entwurf mit zeichnerischer Darstellung und begleiten bis zur baubehördlichen Genehmigung.

  • Statische Berechnung und Bemessung der Konstruktionselemente, Fundamente etc. samt den erforderlichen Lastaufstellungen und Festlegungen.
  • Analyse und Klärung der Rahmenbedingungen, Beratung unter Berücksichtigung von Standsicherheit, Gebrauchsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit.
  • Mitwirken beim Erarbeiten eines Planungskonzeptes unter Analyse der Lösungsmöglichkeiten des Tragwerks; Klärung und Angabe der Festlegungen für z. B. Baustoffe, Bauarten und Herstellungsverfahren. Unterstützung bei Objektbeschreibung, Kostenrechnung, Materialplanung.
  • Mitwirken bei Verhandlungen mit Behörden und anderen an der Planung fachlich Beteiligten über die Genehmigungsfähigkeit, schließlich bis zur baubehördlichen Genehmigung (inkl. Adaptieren des Konstruktionsentwurfes).

Ausführungsplanung

Bei der Ausführungsplanung arbeiten wir die Ergebnisse aller bisherigen Teilleistungen unter Beachtung der integrierten Fachplanungen durch und erarbeiten die entsprechenden Pläne und Dokumente.

  • Detaillierte Aufstellung der statischen Berechnungen der tragenden Bauteile; Anfertigung der Schalpläne.
  • Zeichnerische Darstellung der Konstruktionen mit Einbau- und Verlegeanweisungen (z. B. Bewehrungspläne, Stahlbaupläne); ergänzend Aufstellen detaillierter Stahl- oder Stücklisten und Stahlmengenermittlung.
  • Erstellen von Arbeitsanweisungen (z. B. Spannanweisungen für Spannbetonkonstruktionen).

Prüfstatik und Überwachung gem. OIB RL 1

Bei der Planung, Berechnung und Bemessung der Tragwerke von Bauwerken, die im Schadensfall schwerwiegende Folgen für Menschenleben oder soziale bzw. umweltbeeinträchtigende Folgen verursachen, führen wir als unabhängige und befugte Dritte tragwerksspezifische Überwachungsmaßnahmen durch. Dies gilt vor allem für:

  • Bauwerke mit auf Grund ihrer Nutzung lebenswichtiger Infrastrukturfunktion (z. B. Krankenhäuser, Kraftwerke, Telekommunikationseinrichtungen)
  • Bauwerke mit wichtiger sozialer Funktion (z. B. Kindergärten, Schulen)
  • Bauwerke mit einem Fassungsvermögen von mehr als 1000 Personen (z. B. Versammlungsräume, Einkaufszentren, Sportstadien)

Normative Grundlagen

Glasstatik

Wir beraten und berechnen rund um den Baustoff Glas, damit die Transluzenz von Bauteilen auch mit einer gesicherten Lastableitung einhergeht. Intensive Zusammenarbeit zwischen Konsulenten, Ausführenden und der Industrie ist hier von Beginn an notwendig.

  • Fachliche Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von punktgehaltenen, vertikalen und horizontalen, geklebten oder gebogenen Glaskonstruktionen, Mono- und Isolierverglasungen.
  • Unterstützung zur Erlangung von Genehmigungen, insbesondere für nichtgenormte Bauteile; Durchführung praktischer Tests.

 

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